Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

31. Mai 2020: Ein Tag in meinem Paradies

 7 Uhr Der Gasthof ist noch still, als ich durch einen den Nachtausgang hinausschlüpfe und zum Schlosspark Kleßheim fahre.  Die Nähe zu diesem Naturjuwel war der Hauptgrund für meine Hotelwahl, als ich in Salzburg auf der Suche nach einer Stammgastbleibe war. Gegenüber dem Eingang thront das Schloss, in dem das staatliche Casino erst ein Ausweichquartier und später eine dauerhafte Heimat gefunden hat. Wie immer beginne ich mit Dehnungsübungen und marschiere dann los. Schon nach wenigen Minuten verliere ich mich zwischen dem Klang meiner Schritte, dem Gesang der Vögel, meinen gleichmäßigen, tiefen Atemzügen. Ich umrunde das Kavalierhaus und versuche dabei wie Jack Nicholson in Besser geht's nicht das Treten auf die Ritzen zwischen den Pflastersteinen zu vermeiden. Wieder am Tor, biege ich nach links zum Schloss ab und gehe als letzte Etappe die lange Gerade zu meinem Auto zurück. Vierzig schweißtreibende Minuten; wieder hinter dem Lenkrad, schnaufen meine Beine Na servas, die Wadln! Nur mit dem Versprechen einer ausgiebigen Dusche lassen sie sich dazu bewegen, ihren Dienst an den Pedalen anzutreten.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

30. Mai 2020: Abstecher zu Mozart

Reisen ist keine bloße Tätigkeit. Viele Menschen sehen darin eine Herzensangelegenheit, bei manchen steigert es sich sogar zum Ritual, für das es, besonders am Beginn, festgelegte Regeln gibt. Bei mir regt sich als erstes Reisegefühl gleichmäßig steigender Unwille überhaupt wegzufahren, je näher der anvisierte Zeitpunkt kommt. Kaum bin ich unterwegs, kehrt auch schlagartig die Begeisterung zurück, aber bis dahin regiert ein kleines Teufelchen im Kopf, das beständig flüstert: "Gib's zu, eigentlich möchtest du viel lieber zuhause bleiben!"

Diesmal war das anders. Jede Faser in mir wollte weg, unterwegs sein, die Autoreifen über das hochrangige Straßennetz vulgo Autobahn rollen spüren, seit ich mich zu diesem Pfingstausflug entschlossen hatte. Schon in Graz wusste ich, woher dieses Gefühl kam: Ich hungerte nach frischen Eindrücken, Straßenlärm, neuen Gesichtern. Jedes Bild, von der Baustelle am Lazarettgürtel bis zum Kristallglas für mein Tonic im Kaffeehaus, war mir willkommen.

Nach einer von Vorfreude auf Salzburg erfüllten Fahrt, die ich von meiner Let's rock!-Playlist untermalen ließ (das Sachhörbuch über den menschlichen Körper war zweifellos interessant, hatte aber für die überbordende Begeisterung in mir eindeutig zu wenig Bumms), kehrte ich zu einem tollen Frühstück bei Onkel und Tante in Gaishorn ein. Während meiner Zeit in Salzburg war ihr schönes Haus mit Garten immer meine Labestation und ein Ort des herzlichen Willkommens gewesen. In einem Gedicht über die Heimfahrt nach Feldbach formulierte ich für die ganze Familie die Strophe "Nur einen Steinwurf weiter / Darf ich ein Haus betreten / Verwandtschaft, laut und heiter / Ich werde mich verspäten." Neben Pause und Verpflegung war es vor allem das für Stunden Miterleben-Dürfen einer Familie mit allem Drum und Dran, das diese Besuche für mich so wertvoll machte und stets dankbar sein lässt.

Nach dem Einchecken im gemütlichen Landgasthaus Allerberger - mein Stammhotel Kamml hat noch zu - warteten bereits die ersten Begegnungen mit Freunden auf mich. Zuerst mit Petra, die durch das Tagebuch eine Freundin meiner Bücher wurde. (Ha, KB, das hättest du mir nicht zugetraut, was? Auch ohne deinen Gauklercharme ist es möglich, neue Fans zu gewinnen!) Und danach mit Alexander, den Sie bereits aus der Folge Mein Filmfreund kennen. Vorher machte ich noch einen Abstecher auf den Mozartplatz. Als ich vor der Statue des Meisters stand, kam mir jenes satirische Gedicht zu den Jubiläumsfestspielen 2006 in den Sinn, das ich als einen der wenigen mehrstrophigen Texte auswendig rezitieren kann. Ich war wieder in meinem kleinen Paradies angekommen.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

29. Mai 2020: Herzensbeschwerde

Pünktlich wie die Uhr, der HG! So kennen und lieben dich deine wenigen Leserinnen und Leser. Und natürlich ich auch. Apropos Uhr: Hast zu zufällig mein Mobiltelefon gesehen? In der Eile gestern habe ich es wohl in der Redaktion vergessen ...-.

... und hast stattdessen das Firmenhandy mitgenommen. Hier ist deines.

Perfetto! Können wir jetzt fahren? Ich freue mich schon so auf Salzburg!

Einen Moment noch. Gibt es einen besonderen Grund, warum wir uns hier am Grazer Hauptbahnhof treffen?

Ich dachte, den findest du am Leichtesten, orientierungslos, wie du meistens in deinem Golf durch die Gegend irrst.

Naja, ich hätte dich auch bei deinem Hotel abgeholt, das wäre einfacher ...-

Du hast meine SMS gelesen, HG? Bist du wo ang'rennt? Sagt dir das Wort "Privatsphäre" etwas, klingelt es da bei dir?

Reg dich nicht künstlich auf. Ja, ich habe sie gelesen, weil eine gekommen ist, kaum dass du aus der Tür warst. Du solltest halt öfter dein Passwort ändern. Und nebenbei: "KBforever111" ist nicht sehr originell.

Sobald wir im Hotel sind, werde ich es ändern. Und du wirst sofort vergessen, was du gelesen hast!

Schon geschehen. Trotzdem darf ich noch anmerken, dass ich mich für dich freue.

Wirklich?

Wirklich. Du warst in der letzten Zeit so gut drauf; da hatte ich schon vermutet, dass "ein alter Freund" nicht der wahre Grund war, warum du einen Tag früher in Graz sein wolltest.

Wo wir gerade bei Geständnissen sind: Auch ich habe etwas von dir gelesen, das wohl nicht für des KBs Augen bestimmt war.

Mein PC-Kennwort kennst nicht einmal du! Ich bin schon froh, wenn ich es mir merke.

Aber dein WhatsApp ...-

Was ist damit?

Das habe ich gehackt.

Davon habe ich nichts bemerkt!

Das ist doch die Idee, du Blitzgneißer! Als die CIA das Handy von Mutti Merkel abgehört hat, bekam sie nach eigener Aussage auch nichts mit. Das heißt dann wohl: Mission gelungen!

Und wie lautete deine Mission bei meinen Nachrichten, werter KB?

Ach, nichts Besonderes. Ich war bloß neugierig.

Konnte ich deine Neugier befriedigen?

Durchaus. Genauer gesagt, sogar doppelt. Erstens: Du bist nicht nur ein Schöngeist, sondern auch ein Romantiker.

Und zweitens?

Dich braucht niemand zu verkuppeln, mein lieber HG. Du bist auf einem guten Weg.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

28. Mai 2020: Tapetenwechsel

Hey KB, gut, dass du so früh im Büro bist. Kannst du mich mit einem Schwank aus deinem Leben als Gaukler aufheitern?

Allein wegen dieser Anrede sollte ich auf dem Absatz kehrt machen, lieber HG!

Nimm’s mir nicht krumm, die letzte Zeit war nicht besonders einfach.

Weiß ich. Dein Abschiedsbrief gestern hat auch mich sehr gerührt. So etwas kann halt nur ein wahrer Schöngeist wie du schreiben.

Warum klingt das aus deinem Mund immer eine Spur ironisch?

Das ist die große Kunst, HG: Ironisch zu klingen und es trotzdem ehrlich zu meinen.

Dein Witz muss als Ausgleich dafür aber echt gut sein!

Habe ich dir je einen schlechten Witz erzählt???

Darüber schweige ich nobel. Also?

Warum hat Finanzminister Gernot Blümel beim Budgetentwurf auf sechs Nullen vergessen? Sie erinnern ihn zu sehr an seine Chancen bei der Wien-Wahl!

Nicht schlecht, aber für rasende Begeisterung reicht es nicht.

Ich sehe schon: Was du brauchst, ist kein Witz, sondern ein Tapetenwechsel! Immer bis 0 Uhr im Büro hocken, da klappst du irgendwann zusammen.

Was schlägst du vor?

Fahren wir nach Salzburg! Die Hotels haben ab morgen wieder offen, da finden wir sicher ein feines Platzerl. Übers lange Wochenende blenden wir uns dann in alle deine ehemaligen Stammcafés ein!

Gar keine schlechte Idee. Und ich könnte Freunde treffen. Was machst du inzwischen?

Die Stadt unsicher.

Aber keine Verkupplungsversuche mehr! Sonst nehme ich dich nicht mit!

Roger, Roger. Du schaust dafür, dass du zu deinen Verabredungen nicht zu spät kommst.

Wie kommst du jetzt darauf?

Erinnerst du dich, als du mit Karin zum Frühstück ins Café Classic wolltest und verschlafen hast?

Dunkel.

Dann lass mich deine schwachen kleinen grauen Zellen erhellen. Ha, das reimt sich! Vielleicht wird doch noch ein Poet aus mir!

Wenn das passiert, zertrümmere ich sofort meine Tastatur und werde Literaturkritiker!

Willst du die Geschichte jetzt hören?

Ich bitte darum.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

27. Mai 2020: Abschied

Es ist wunderschön zu erleben, wie viel Energie das Leben schenkt, wenn der Arbeitsantrieb aus Überzeugung besteht, eine Idee bis zum fertigen Produkt zu entwickeln. Dann werden lange Stunden zu gut verbrachter Zeit, das Nachdenken zur Quelle immer neuer Inspirationen, die Brainstormings der Beteiligten zu Treffen mit alten und neuen Freunden.

Einen solchen Tag erlebte ich heute. Ich stand auf, wie in den Wochen davor mit Neugier für alles, was mir heute begegnen sollte. Erst die Weiterentwicklung des neuen Projektes, für das zwei Tage zuvor der Startschuss gegeben wurde. Danach Termin beim Steuerberater, den ich von der ersten Begegnung an als faszinierenden Gesprächspartner schätze. Auf der Heimfahrt gönnte ich mir eine Suppe, um die wichtigsten Themen noch einmal in aller Ruhe zu durchdenken.

Auch das Familienmittagessen brachte gute Unterhaltungen, weil mein Neffe Jakob bei uns zu Gast war. Mit seinen bald 22 Jahren hat er schon die halbe Welt gesehen und ist – noch viel wichtiger – auch in seinem Denken und Spüren global unterwegs. Sein Studium an einer internationalen Universität wurde durch Señora Corona ins Internet verlegt, was Jakob jedoch nicht in seiner Begeisterung und Intensität bremsen kann.

Um 15 Uhr war ich wieder im Büro und bereitete ein Chat-Interview für dieses Tagebuch vor. Ich freute mich darauf, mit Martin draufloszublödeln, dachte über Fragen zur Pandemie nach, die wir gemeinsam durch den Kakao ziehen könnten. Als mein Telefon läutete, lächelte ich noch mehr, sah ich doch den Namen eines Salzburger Freundes am Display.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

26. Mai 2020: Sind Hochzeiten im Agip-Stüberl möglich?

 Jo hallo, hier ist der Kernölbotschafter. Endlich darf auch ich einmal ein Interview machen, Mein Chat-Partner ist ein ganz spezieller: Der Grazer Kabarettist und Zauberer Martin Kosch! Nicht die einfachste Übung - vor allem, weil man nie weiß, mit welcher von Martins Bühnenfiguren man gerade redet. Hallo, hier der KB! Mit wem habe ich die Ehre und das Vergnügen?

Kosch privat.

Sehr fein! Herr Kosch, die ganze Welt redet von Señora Corona. Wie haben Sie die Krise erlebt?

Ich persönlich war die meiste Zeit zu Hause. Der Zauberer Kosch hat geübt, war jedoch sehr verzweifelt, da er mir nicht einmal einen Kartentrick zeigen konnte, denn aufgrund des Mindestabstandes von 1 Meter durfte ich nicht einmal eine Karte ziehen.

Wie haben Sie das verarbeitet? Und wie der Zauberer?

Mit langen Spaziergängen, Büchern und Alkohol - ich trank Rotwein, der Zauberer Bier.

Kam es da nicht zu Konflikten beim Zuprosten? Ist das wichtige Anstoßen von der Tourismusministerin Köstinger überhaupt gestattet worden?

Beim Zuprosten kam es Gott sei Dank zu keinen Konflikten. Der Zauberer nahm einfach ein überdimensionales Glas, das dem Privatkosch durch den Abstand und die dadurch herbeigeführte perspektivische Verzerrung als normales, sich näher beim ihm befindliches Glas vorkam. Somit konnte trotz Mindestabstand ein Gefühl des normalen Anstoßens herbeigeführt werden. Was die Köstinger-PK betrifft: Aufgrund der mehrfachen Wiederholung des Anprostens sind in unseren Gehirnen leider nur mehr Bruchstücke der Verordnungen abgespeichert.

 

25. Mai 2020: Von der Dankbarkeit

 Am Beginn des Films Out Of Sight (aus irgendeinem Grund bin ich noch immer bei der Geschichte von gestern) raubt George Clooney mit einem coolen Gentleman-Trick eine Bank aus. Mit seinem typischen Nespresso-What else?-Lächeln hätte er die Geldbeschaffungsaktion bestimmt erfolgreich durchgezogen, doch zu Clooneys Pech (und entsprechend dem Drehbuch) springt sein Fluchtauto nicht an. Er wird von den Bullen hopsgenommen und wandert in den Knast.

Gleiches ist mir heute passiert. Nein, nicht was Sie denken! Ich habe keinen Überfall auf die hiesige Raika gestartet – sollte ich das wirklich einmal vorhaben, wäre es ratsam, nicht die Maske des KB in die Überwachungskameras zu halten. Nachdem mein Gnaser Physio Markus wieder einmal die Längen meiner Sehnen gefühlt verdoppelt hatte, hielt ich auf der Heimfahrt bei der Obstbäuerin Johanna Krenn in Maierdorf, um mich mit den ersten heimischen Erdbeeren der Saison für die gelungene Quälerei zu belohnen. Schnell waren meine Lieblingsfrüchte verstaut; ein bisserl mehr Zeit nahm das Tratscherl mit Johanna in Anspruch. Danach setzte ich mich wieder hinters Volant meines Golf Sportsvan (klingt angeberisch nach Racing, aber Golf 10cm höher stinkt werbemäßig ab, und Golf für Rückenmarode fand im VW-Vorstand knapp keine Mehrheit), drehte die Zündung und – nichts passierte. Nicht einmal ein protestierender Würgelaut drang aus dem Motorraum. Die deutsche Wertarbeit, über vier Jahre verlässlich von Triest bis Hamburg und retour, ließ mich schändlich im Stich.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

24. Mai 2020: Mein Kinofreund

 Von Freundschaften war an dieser Stelle schon mehrfach die Rede; eine besondere möchte ich Ihnen heute vorstellen. Anlass ist die soeben eingetroffene Reservierungsbestätigung für mein Hotelzimmer Ich werde am kommenden Wochenende nach einem knappen Jahr wieder nach Salzburg fahren! Unsere Familienreise im vergangenen Advent, eine Tradition seit mehr als 25 Jahren, war aufgrund der schlechten Konstitution meines Vaters nicht möglich gewesen. Mein ebenfalls fixer Frühjahrstermin inklusive Therapiewoche in Bregenz fiel bekanntlich Señora Corona zum Opfer.

Weile ich allein in meiner früheren Wahlheimat, gehört ein gemeinsamer Kinobesuch mit Alexander immer dazu. Er war über vier Jahre ein Kollege in den Geschützten Werkstätten, wo er mir zum interessanten Gesprächspartner und Freund wurde. Mit ihm kann ich ganz spezielle Unterhaltungen führen – nur möglich, weil wir beide eine große Leidenschaft teilen: das Kino.

Folgen Sie mir in eine Episode der cineastischen Art. Und stellen Sie sich den Filmrätseln am Ende. Wer weiß, welche romantische Komödie mir die liebste ist? Bei welchem Film hat stets das ganze Kino gelacht? Ganz zum Schluss: Diese berühmte Filmmusik kennen auch alle, die nicht oder nur selten ins Kino gehen.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

23. Mai 2020: Männer, die auf Regale starren (II)

 Sie erinnern sich an mein eher planloses Herumirren in diversen Supermärkten, auf der Suche nach Germ, Weißkraut und Co.? Ich denke noch heute mit Schrecken daran; besonders meine letzte Tour de MERKUR glich einer Saharadurchquerung – mit dem Unterschied, dass ein Wüstenforscher nichts am Anfang vergessen hätte, was er am Ende braucht. Ich aber schlurfte zweimal durch den kompletten Laden und retour, zuerst wegen einer schnöden Packung Zwieback aus Slowenien, was mich schon nervte. Warum gibt es im Feldbacher MERKUR-Markt, dieser riesigen Hütte, keinen Feldbacher Zwieback? Die zweite Strafrunde drehte ich für eine Flasche Fruchtsirup, die offensichtlich einzig und allein für mich auf Vorrat gehalten wird, gemessen am hintersten Eck ganz oben im Regal, wo ich sie schließlich doch noch fand.

Mittlerweile hat meine Mutter den Einkauf wieder selbst in die Hand genommen. Ich bin nur noch dabei, wenn ich als Chauffeur gebraucht werde, hin und wieder auch als Wagerlschieber. Dann darf ich eine Packung Milch holen – weil diese zu den wenigen Gütern des täglichen Bedarfs gehört, die ich fast sicher anfinde.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

22. Mai 2020: Freude am Fahren

 Jo hallo, hier ist der Kernölbotschafter. In den letzten Tagen war nicht zu übersehen, dass der HG ein bisserl unrund durch die Pampa stapfte. Der Grund dafür wollte sich mir nicht erschließen, weil er bei allem, was er tut, recht zufrieden wirkt. Heute kam der HG zwar spät, dafür aber vor Freude strahlend ins Büro. Sofort musste ich ihn nach dem Grund seiner guten Laune fragen, klaro.

„Ich war in Graz“, antwortete er lapidar.

„Und dort ist etwas Super-duper-Tolles passiert?“

„Eigentlich nicht.“ Trotzdem grinste er wie ein Honigkuchenpferd. „Aber das Fahren an sich war …“ (ich konnte seiner Denkermiene ansehen, dass der HG nach einem schöngeistigen Wort suchte) … „einfach geil!“ Herrliche Szenen, wenn Poeten auf der Bodenständigkeit picken bleiben!

Jetzt war klar wie Rindsuppe ohne Frittaten, was ihm vorher so auf die Stimmung geschlagen hatte. Der HG wollte endlich wieder einmal voll Stoff geben, mit dem Gasfuß wedeln, so richtig die Sau rauslassen. Das rauscht durch den Organismus wie ein guter … Okay, das verkneife ich mir, schließlich will ich meinen Job behalten. Lieber erzähle ich Ihnen eine Geschichte vom HG, die zwar schon älter ist, aber  hervorragend verdeutlicht, wovon die Schreibe ist.

Der Kernölbotschafter trifft Señora Corona

Viel mehr als ein Tagebuch

 

21. Mai 2020: Ein Feiertag in Bildern

 Frühstückszeit: Meine Mutter bäckt die besten Germkränze

Frühstück

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.